Mein Weg
 
 

1978 wurde ich im wundervollen Thüringen geboren. Ich war um einiges zu früh in dieser Welt gelandet und erlebte meine ersten Wochen ohne meine Mutter im Krankenhaus.

Dieses Gefühl, des Allein seins zog sich sehr viele Jahre durch mein Leben. Relativ früh merkte ich, dass ich „anders“ bin. Ich nahm feinstoffliche Schwingungen wahr, hatte sehr feine Antennen für alles Mögliche. Besonders Streitenergie stresste mich sehr.

Als Kind führte das oft dazu, dass ich mich in michzurückzog, weil ich damit überfordert war.

Mein Umfeld dachte immer, ich bin schüchtern und so behandelten sie mich auch. Im Kindergarten und in der Schule war ich die Außenseiterin, hatte mit Mobbing zu kämpfen.

Dass ich überdurchschnittlich intelligent war (und bin) und ständig Ideen hatte, Dinge zu lösen oder zu erschaffen, machte mich nicht unbedingt beliebter.

Wenn ich Sachen aussprach, die Andere nicht wahrnehmen konnten, wurde es als Lüge abgetan. Ich fühlte mich unverstanden, war verletzt, enttäuscht und gab irgendwann auf, darüber zu reden.
 
Meinweg
Mein größter Berufswunsch war es, Tierärztin für Pferde zu werden. Ich richtete mein ganzes Abitur darauf aus. Als es soweit war, begann mein Umfeld, mir diesen Beruf auszureden. Zu schwer, keine guten Arbeitsbedingungen, zu wenig Geld etc. Ich lies mich von meinem Weg abbringen und studierte Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt Prävention und Rehabilitation in Jena.
 
Noch während ich meine Diplomarbeit fertig schrieb, fing ich an, in einer RehaKlinik zu arbeiten. Nach nur ein paar Wochen merkte ich, dass ich aufgrund meiner Feinfühligkeit zwar eine herausragende Therapeutin war, aber mit dem Konzept einer RehaKlinik nicht allzu viel anfangen konnte. Ich mochte keine Hierarchien, kein Mobbing und hätte lieber Klasse statt Masse gehabt. Therapieerfolge und eine Verbindung zu den Patienten war mir wichtig, der Klinikleitung allerdings nicht. Ich war unzufrieden und mir war langweilig, da ich in meinen Fähigkeiten nicht gefordert wurde. Alle meine Verbesserungsvorschläge stießen auf taube Ohren.
 
Supi, jetzt hatte ich ein tolles Diplom und zig Zusatzqualifikationen, aber keine Ahnung, was ich damit anfangen sollte. So bewarb ich mich an der deutschen Sporthochschule in Leipzig um eine Doktorandenstelle, mit dem Ziel, eine Universitätslaufbahn einzuschlagen. Du ahnst es sicher schon, auch dieser Weg scheiterte. Erstmal bekam ich zwar eine Stelle, doch als ich dann nach Leipzig zog, wurde die Stelle sehr spontan wieder weg rationalisiert.
 
Oh man. Ich stand in Leipzig mit nix. 24 Jahre alt.
 
Das war der Beginn meiner Selbstständigkeit. Leipzig als Stadt war schon cool und zurück wollte ich nicht. Um überhaupt erstmal Geld zu verdienen, begann ich in der Promotionszene zu arbeiten. Ich machte Marktforschung, war Indianersquaw im Belantispark, telefonierte Umfragen, lief als aufblasbare Bierflasche rum, betreute Radioevents u.v.m. Das war eine lustige, abwechselungsreiche Zeit und ich lernte sehr viel. Ich hatte ständig mit anderen Menschen zu tun und musste mich auf sie einstellen. Leider waren diese ganzen Jobs nicht sonderlich gut bezahlt und so arbeitete ich ein paar Jahre von Montag bis Sonntag durch.

Die ersten 8 Jahre meiner Selbstständigkeit war ich nicht einmal im Urlaub. Zu der Zeit lernte ich einen Mann kennen und verliebte mich. Leider war er gebunden und hatte 2 Kinder. Ich war mir oft unsicher, wie es weiter gehen sollte und so fing ich an, mir die Karten legen zu lassen. Oft sogar für viel Geld im Monat. Irgendwann hatte ich eine Kartenlegerin dran, die mir sagte, ich könne das auch und ich wäre mega feinfühlig. Meine Sensibilität auf diese Art und Weise zu nutzen war mir neu. Ich hatte nichts zu verlieren und meldete mich auf einer Telefonline an, um mich auszuprobieren. Es lief wunderbar. Ich lernte die Karten zu lesen, nutzte sie als Analysemittel und als Grundlage, für mein Coaching.

Mein Einkommen stabilisierte sich. Ich verdiente zum 1. Mal in meinem Leben wirklich sehr gut. Oft nahm ich mir ab Mittag frei. 7 Jahre arbeite ich auf diese Art und Weise von zu Hause aus und verfeinerte meine intuitive Wahrnehmung in über 25000 Coachings. Trotz dass es NOCH so schön lief, merkte ich, dass es mich nicht mehr erfüllte, Menschen weiter helfen zu wollen, die meine Hilfe nicht annehmen mochten. Doch ich war zu bequem, den nächsten Schritt zu gehen. Es kam so, wie es wieder kommen musste. Mein Einkommen brach komplett zusammen. Ich stand erneut vor dem Nichts.
 
Wieder durfte ich mich neu orientieren und so entstand meine eigene Praxis. MeinwegWeitere Ausbildungen im Bereich Hypnose, lösungsorientierte Beratung bis hin zur Heilpraktikerin für Psychotherapie kamen dazu und die ersten 2 Jahre lief es auch ganz ordentlich.
 
2015 wurde ich schwanger, mitten im Praxisaufbau. Der Vater wollte mit seinem Sohn nichts zu tun haben und so stand ich komplett ohne Unterstützung da. Ich arbeitete die ganze Schwangerschaft durch und als mein Sohn 5 Wochen zu früh kam, war ich komplett in Panik. Ich hatte noch 4 Wochen voll mit Klienten. Alles war vollständig getimt. Vom Staat gab es kein Geld.  Hartz4 wollte ich nicht, damit wäre alles zusammen gebrochen, außerdem liebte ich meinen Job.

Als er dann geboren wurde, waren wir eine Woche im Krankenhaus. Danach ging ich wieder stundenweise arbeiten. In der Zeit wurde der Kleine von einer Babysitterin betreut, da ich kein Umfeld hatte. Leider war es nicht so, dass mein Sohn viel schlief. Tags nicht und nachts auch nicht. Oft bin ich jede halbe Stunde aufgestanden, um ihn zu beruhigen. Das ging 2 Jahre so. Ganz ehrlich? Ich war ein körperliches und seelisches Wrack. Das Einzige, was mich entspannte und aufmunterte waren die Sitzungen mit meinen Klientinnen, die trotz allem erstaunlich erfolgreich waren. Ich gab als Mama mein Bestes, aber oft konnte ich die Zeit mit meinem Baby gar nicht richtig genießen.

So gut es ging, versuchte ich mich mental auch außerhalb meiner „Arbeit“ immer wieder aufzupäppeln. Ich begann sogar, weitere Kurse zu besuchen, neue Techniken zu lernen, in der Hoffnung, dass ich einen besseren Weg für den Kleinen und mich finden könnte. Spirituelle Techniken, die sich mit dem Auflösen unbewusster Muster beschäftigten. Meine vermeintliche Weiterentwicklung war allerdings keine. Immer stärker verlor in mich in den Manipulationen dieser Techniken und merkte es gar nicht. Ich glaubte wirklich, ich bin nicht gut genug, ich muss noch viel an mir arbeiten, ich bin schuld an allem und nur wenn ich weiter diese Kurse mache, wird es besser.
 
Mir ging es finanziell, körperlich und mental stetig schlechter, bis ich nach einem 15tägigen Kurs komplett zusammen brach. Die nächsten 8 Wochen erledigte ich nur noch das Notwendigste in meinem Alltag. Ich zog mich absolut zurück, weinte viel, reflektierte die letzten Jahre und wie es hatte soweit kommen können. Irgendwann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich war überhaupt nie ich gewesen. Ich war das Abbild von zig erlernten Konzepten, Methoden bzw. Techniken und das schon mein ganzes Leben lang.  ALLES stellte sich für mich infrage.
 
Alles, was ich die letzten 12 Jahre gelehrt, bei mir selbst angewendet und woran ich wirklich geglaubt hatte, zerbröselte. Ich verlor komplett die Orientierung. Ich konnte nicht mehr und hatte oft Gedanken, die Erde verlassen zu wollen.
 
Die nächsten Monate nutzte ich vollkommen ohne Coaching und Mentoring, um für mich heraus zu finden, wie es anders geht. Wie ich wirklich zu mir selbst und auf meinem ureigenen Weg komme. In mir erbrannte ein Feuer und ich spürte eine nie da gewesene Stärke, mit dem tiefen Wissen, ja, es ist möglich, komplett losgelöst von Konzepten und Schuldgefühlen zu leben!
 
Feedbacks
Ich bekam so viele Antworten, Impulse, Eingebungen, die mich Stück für Stück aus meinem BurnOut brachten. So viele Puzzleteile passten auf einmal zusammen. Mein Lebensmut und meine Lebensfreude kehrten langsam zurück.  Alles, was hier passiert war, hatte etwas mit meiner Lebensaufgabe zu tun und es hatte auf einmal einen Sinn. Ich bin und war schon immer Pionierin und mit meinem Wissen der Zeit weit voraus, nur wollte ich das nicht wahr haben, denn es machte mich einsam. Dachte ich jedenfalls. In Wirklichkeit war ich nur deshalb einsam, weil ich überhaupt nicht authentisch war und mich immer nur anpassen wollte, mich klein gemacht habe, um dazu zu gehören.
 
Jetzt bin ich soweit gestärkt, diese Gabe anzunehmen. Ich schrieb mein 1. Buch über meine Erfahrungen in der spirituellen Szene und deren Auswirkungen, einfach deshalb, um wachzurütteln.
 
Es ist mir eine so große Freude und Ehre, meine Erkenntnis, meine Wahrnehmung, meine kreativen Lösungen, all meine Erfahrungen weiter zu geben und mit dir zu teilen. Besonders stolz bin ich darauf, dass die Zusammenarbeit mit mir so mega individuell und intuitiv ist. Trotzdem ist sie absolut klar, lebensnah, umsetzbar und überhaupt nicht abgedreht. Ich verspreche dir, ich werde garantiert nicht versuchen, dich in ein Konzept zu stecken oder dir einen 0 8 15 Weg aufzeigen, der vielleicht gerade IN ist.
 
Selbst wenn dir dein Weg noch so absolut unmöglich erscheint, wir werden ihn gemeinsam gehen. Für mich gibt es nichts, was es nicht gibt. Ich glaube an dich und dein Potential. Ich habe die tiefste Überzeugung, dass dich die Welt in ihrem Veränderungsprozess in deiner Größe und Ganzheit braucht. Genau dieses Potential wird es sein, dass dir absolute Erfüllung in deinem Leben bringen wird.
 
Ich habe gelernt, was für mich das Beste ist und jetzt lass uns herausfinden, was für dich das Beste ist und wozu du WIRKLICH auf dieser Erde bist.
 
Von Herzen
 
Nadine
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