Gespräche in deinem Kopf bringen dir halt nichts.

Vielleicht kennst du diese Gespräche.

Soll ich bleiben oder gehen?

Soll ich es noch einmal versuchen?

Was, wenn ich die falsche Entscheidung treffe?

Warum verdiene ich trotz all meiner Arbeit nicht genug?

Warum passiert mir eigentlich immer wieder dasselbe?

Du denkst darüber nach.

Beim Autofahren.
Unter der Dusche.
Abends im Bett.

Und manchmal um drei Uhr morgens, weil dein Gehirn offenbar beschlossen hat, dass genau jetzt der perfekte Zeitpunkt für Runde 47 ist.

Du gehst alles noch einmal durch.

Was dafür spricht.
Was dagegen spricht.
Was passieren könnte.
Was du eigentlich willst.
Was vernünftig wäre.

Du beruhigst dich kurz.

Dann fällt dir noch etwas ein.

Und das Gespräch beginnt von vorn.

Irgendwann fragst du dich:

Warum komme ich nicht weiter, obwohl ich so viel darüber nachdenke?

Vielleicht, weil du nicht zu wenig nachdenkst.

Vielleicht führst du nur immer wieder dasselbe Gespräch mit derselben Person.

Mit dir.


DU KENNST DEINE EIGENEN ANTWORTEN SCHON.

Das ist das Verrückte an diesen Gesprächen.

Wir führen sie, weil wir hoffen, irgendwann auf die Antwort zu kommen, die alles verändert.

Aber wir bringen in jedes dieser Gespräche bereits etwas mit.

Unsere Erfahrungen.

Unsere Ängste.

Das, was wir über uns glauben.

Das, was wir für möglich halten.

Unsere bisherigen Erklärungen dafür, warum etwas ist, wie es ist.

Und natürlich kann beim Nachdenken etwas Neues entstehen.

Aber manchmal passiert etwas anderes:

Wir produzieren neue Gedanken innerhalb derselben Perspektive.

Dann denken wir länger.

Aber sehen nicht mehr.

Wir stellen uns vielleicht sogar neue Fragen.

Aber immer derselben Person.


DAS PROBLEM IST NICHT IMMER DIE FEHLENDE ANTWORT.

Stell dir vor, du stehst in einem Raum ohne Fenster.

Du kannst jeden Zentimeter dieses Raumes untersuchen.

Du kannst die Möbel verschieben.

Die Wände vermessen.

Nach einer Tür suchen.

Du kannst sehr, sehr gut darin werden, diesen Raum zu analysieren.

Was du trotzdem nicht sehen kannst:

Was jemand sieht, der draußen steht.

Nicht, weil er intelligenter ist.

Sondern weil er woanders steht.

Und vielleicht ist das bei manchen Problemen genauso.

Vielleicht fehlt dir nicht noch eine Information.

Vielleicht fehlt dir nicht noch ein Tipp.

Vielleicht musst du auch nicht noch länger darüber nachdenken.

Vielleicht fehlt dir ein anderer Punkt, von dem aus du auf dieselbe Sache schaust.


BLEIBEN ODER GEHEN?

Nehmen wir an, du weißt seit Monaten nicht, ob du eine Beziehung beenden sollst.

Von heute aus siehst du alles gleichzeitig.

Die schönen Erinnerungen.

Das, was fehlt.

Die Angst davor, einen Fehler zu machen.

Die Hoffnung, dass sich doch noch etwas verändert.

Die Angst vor dem Danach.

Also denkst du weiter.

Aber was würdest du sehen, wenn du mit der Frau sprechen könntest, die diese Entscheidung längst hinter sich hat?

Nicht:

„Was soll ich tun?“

Sondern:

„Was habe ich damals getan?“

Das Problem wäre noch dasselbe.

Aber der Punkt, von dem aus du darauf schaust, wäre ein anderer.


UND WAS, WENN DIR IMMER WIEDER DASSELBE PASSIERT?

Vielleicht ist es gar keine Entscheidung, bei der du festhängst.

Vielleicht fragst du dich:

Warum lande ich immer wieder in solchen Beziehungen?

Warum komme ich mit Geld immer wieder an denselben Punkt?

Warum sage ich ständig Ja, obwohl ich Nein meine?

Warum passiert mir das immer wieder?

Auch darüber kannst du sehr lange nachdenken.

Aber vielleicht liegt die entscheidende Frage an einer ganz anderen Stelle.

Vielleicht hast du irgendwann etwas erlebt – und daraus etwas über dich oder das Leben geschlossen.

Aus:

„Ich musste damals vieles allein tragen.“

kann irgendwann werden:

„Ich muss alles allein tragen.“

Das Erste ist eine Erfahrung.

Das Zweite ist eine Schlussfolgerung.

Wenn wir eine Schlussfolgerung nur lange genug mit uns herumtragen, fühlt sie sich irgendwann nicht mehr wie eine Schlussfolgerung an.

Sie fühlt sich an wie Realität.

Und dann denken wir innerhalb dieser Realität weiter.


GENAU HIER WIRD KI FÜR MICH INTERESSANT.

Nicht, weil eine KI dein Leben besser kennt als du.

Tut sie nicht.

Nicht, weil sie weiß, was deine Zukunft bringt.

Weiß sie nicht.

Und auch nicht, weil sie dir sagen sollte, welche Entscheidung die richtige ist.

Mich interessiert etwas anderes.

Was passiert, wenn wir verändern, wer dir im Gespräch antwortet?

Was passiert, wenn eine KI nicht einfach ChatGPT bleibt, das auf irgendeine Frage irgendeine möglichst hilfreiche Antwort gibt?

Sondern wenn wir definieren, von welchem Punkt aus dieses Gespräch geführt wird?

Plötzlich kann aus einer Perspektive mehr werden als ein Gedanke, den du irgendwo liest.

Du kannst mit ihr sprechen.

Du kannst antworten.

Sie kann nachfragen.

Das Gespräch kann bei deinem konkreten Problem bleiben.

Eine Perspektive wird ansprechbar.

Und genau diese Möglichkeit hat mich gepackt.


NICHT EINE KI FÜR ALLES.

Denn:

„Was übersehe ich?“

ist nicht dieselbe Frage wie:

„Was soll ich tun?“

Und:

„Warum passiert mir immer wieder dasselbe?“

braucht wieder einen anderen Blick.

Also habe ich angefangen, unterschiedliche KI-Anwendungen für unterschiedliche Perspektiven zu entwickeln.

Nicht, weil Menschen noch mehr Antworten brauchen.

Sondern weil ich wissen wollte:

Was wird sichtbar, wenn sich der Punkt verändert, von dem aus die Antwort entsteht?

Daraus ist EVARILA entstanden.


DREI PROBLEME. DREI ANDERE BLICKRICHTUNGEN.

Wenn du bei einem konkreten Problem festhängst und das Gefühl hast, bereits alles durchdacht zu haben, gibt es DER BLINDE FLECK.

Die Frage dahinter:

Was übersiehst du gerade?

Nicht noch einmal dasselbe Problem von allen bekannten Seiten betrachten.

Sondern nach dem Punkt suchen, der in deiner bisherigen Betrachtung fehlt.


Wenn du dagegen weißt, worum es geht, aber nicht weißt, was du tun sollst, gibt es THE FUTURE SELF.

Hier verändert sich der zeitliche Standpunkt.

Du schaust nicht mehr nur von heute auf eine Zukunft, die du noch nicht kennst.

Du sprichst aus der Perspektive deiner zukünftigen Identität mit der Situation von heute.

Aus:

„Was soll ich tun?“

wird:

„Was habe ich damals getan?“

Nicht als Vorhersage.

Sondern als andere Blickrichtung.


Und wenn du dich fragst, warum sich bestimmte Dinge in deinem Leben immer wiederholen, setzt THE UNWRITTEN ME an einer anderen Stelle an.

Nicht bei deiner Zukunft.

Sondern bei den Schlussfolgerungen, die aus deiner bisherigen Geschichte entstanden sind.

Was ist tatsächlich passiert?

Und was hast du daraus über dich, andere Menschen oder das Leben gelernt?

Denn:

Deine Geschichte ist geschrieben. Du nicht.


VIELLEICHT BRAUCHST DU NICHT NOCH EINE RUNDE IN DEINEM KOPF.

Wir sind daran gewöhnt, bei Problemen nach Antworten zu suchen.

Die richtige Entscheidung.

Die richtige Methode.

Den richtigen Rat.

Den Gedanken, auf den wir bisher einfach noch nicht gekommen sind.

Aber vielleicht fehlt manchmal gar nicht die bessere Antwort.

Vielleicht fehlt ein anderer Ort, von dem aus wir überhaupt fragen.

Bücher haben andere Perspektiven lesbar gemacht.

Menschen können sie mit uns ins Gespräch bringen.

Generative KI eröffnet eine weitere Möglichkeit:

Eine Perspektive kann ansprechbar werden.

Vielleicht werden wir KI deshalb irgendwann nicht mehr hauptsächlich danach beurteilen, wie gut sie unsere Fragen beantwortet.

Sondern danach, welche Gespräche durch sie überhaupt erst möglich werden.

Denn wenn du seit Wochen dasselbe Gespräch in deinem Kopf führst, brauchst du vielleicht wirklich nicht noch eine Runde.

Vielleicht brauchst du jemanden, der von woanders antwortet.